Vertretungsplan

 

Schliessfach mieten

Als kleinen Ausblick auf kommende Änderungen wurde am heutigen Tag, dem 06.12.2017, um 15:30 bereits das Design des Downloadcenters überarbeitet, sodass es mit heutigen Standards mithalten kann. Die grundlegende Funktionalität wurde nicht verändert, jedoch um einige bald öffentlich sichtbare Punkte erweitert. Unsere Website wird auch in Zukunft weitere Änderungen erfahren. So ist zum Beispiel zum Halbjahr ein System geplant, welches die Verteilung von Dateien innerhalb der Schule erleichtern soll.

t. lehmann / t. reinhardt

Literaturworkshop mit den Franz-Hessel-Preisträgern Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer im Schloss Genshagen

Im Oktober haben wir, der Seminarkurs Französisch der 12. Klasse des Fontane Gymnasiums Rangsdorf und Schülerinnen und Schüler der Otto-von-Guericke-Schule aus Berlin, uns im Schloss Genshagen bei einem Literaturworkshop getroffen. Hier haben wir zwei Preisträger des Franz-Hessel-Preises Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer kennengelernt. Dieser deutsch-französische Literaturpreis wurde von der Stiftung Genshagen und der Villa Gillet (Lyon) ins Leben gerufen und wird jährlich mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und des französischen Kulturministeriums an einen deutsch- und einen französischsprachigen Autor oder eine Autorin verliehen. Eine deutsch-französische Jury wählt die Preisträger aus.

Nachdem wir uns alle miteinander bekannt gemacht hatten, führten wir sehr anregende und spannende Gespräche mit den beiden Schriftstellern. Wir arbeiteten in zwei Gruppen. Mit Ulrich Peltzer philosophierten wir viel über Literatur im Allgemeinen und ihre verschiedenen Erscheinungsformen. Michaël Ferrier gab einen Workshop zu Gespenstergeschichten aus Genshagen. Anschließend konnten wir unsere eigenen Texte schreiben und an ihnen feilen, denn jedes Wort musste bedacht werden. So haben wir einen Eindruck davon gewonnen, was es heißt, Schriftsteller zu sein. Wir schrieben über unterschiedlichste Themen. Es war erstaunlich, welche außergewöhnlichen Texte innerhalb kürzester Zeit entstanden sind.

Zum Abschluss haben die ganz „Mutigen“ ihre eigenen „Werke“ in der großen Runde vorgestellt und viel Beifall erhalten. Diese kleine Präsentation war der Auftakt zu einer öffentlichen Lesung mit Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer, zu der die Stiftung Genshagen eingeladen hatte. Beide Schriftsteller haben etwas aus ihren Romanen „Das bessere Leben“ und „Mémoires d’outre-mer“ vorgelesen. Besonders interessant war, dass uns die Autoren etwas über ihre Intentionen und die Hintergründe ihres Schreibens erklärten. So war es uns möglich, die Werke und den Kontext viel besser zu verstehen. Wir bedanken uns bei unser Lehrerin Ina Thraen und Charlotte Stolz von der Stiftung Genshagen, die es uns ermöglicht haben, an dieser beeindruckenden Literaturwerkstatt teilzunehmen.

Marie Möbius

Jahrgangsstufe 12

Auch in diesem Jahr begaben sich die Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 12 vom 18.09. bis zum 20.09.2017 nach Krakau, um das nahegelegene Konzentrationslager Auschwitz zu besichtigen, Eindrücke zu sammeln und das Schicksal der zahllosen Häftlinge auf sich wirken zu lassen.

Es gleicht einem unfassbaren Schauermärchen, dass Menschen in der Lage sind, geprägt durch Hass, Gier und Manipulation zu einem funktionierenden System zu verschmelzen, das darauf aus ist, gezielt Menschen zu quälen, zu foltern und ihnen alles zu nehmen - ihre Existenz, ihre Kultur, ihre Familie, ihren Besitz - einfach alles. Dass diese Grausamkeiten bittere Realität waren, wurde schon beim Betreten des Stammlagers (Auschwitz I), in dem die Frauen eine durchschnittliche Überlebenszeit von etwa einem bis drei Monaten und die Männer eine von drei bis neun Monaten hatten, erschreckend deutlich. Der Massenmord wurde in Auschwitz oder polnisch Oświęcim, aber auch in anderen Konzentrationslagern der Zeit auf einen industriellen Prozess reduziert - die Toten - Männer, Frauen und Kinder wurden auf eine eintätowierte Zahl auf dem linken Unterarm reduziert,  dann auf grausamste Art und Weise vergaßt und anschließend in den Verbrennungsöfen massenweise verbrannt. Die Zahl der Todesopfer am Ende des Konzentrations- und Vernichtungslagers im Januar 1945 Auschwitz beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen.

Besonders schockierend bei all dem war, neben den Methoden und den vielen persönlichen und sehr traurigen Schicksalen, das Netz aus gezielten, perfide geplanten Täuschungsmanövern, um die Menschen, vorrangig Juden (90%) aus über 20 europäischen Ländern oder dem Ausland in das Verderben zu locken. Die Herkunftsländer der Häftlinge waren unter anderem Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Sowjetunion, Tschechoslowakei und Ungarn. Auch in den Baracken des Vernichtungslagers Birkenau (Auschwitz II) kamen wieder die Fragen, die keiner aussprach. Wer ist zu so etwas Menschenverachtendem fähig? Was müssen die Häftlinge durchlebt, gesehen und gedacht haben?

Wir wandelten auf den Spuren des größten Konzentrationslagers des Dritten Reichs und dem letzten Gang der Häftlinge ... der Regen und die Dunkelheit unterstützten die gedrückte Stimmung und man versuchte sich vorzustellen, wie es den Häftlingen gegangen sein musste, die im September 1944 den letzten Weg ihres Lebens beschritten. Auch die Schienen, die nur in eine Richtung, nämlich in die des Todes führten, erzielten ihre Wirkung und die traurige Gewissheit, wie viele Menschen hier systematisch getötet wurden.

Damit es eine gute Abizeitung geben kann, brauchen wir gute Beiträge. Jeder hat bestimmt legendäre Zitate der Lehrkräfte oder Schüler parat, kann beeindruckende Geschichten zum Besten geben, an die man sich in 50 Jahren noch einmal erinnern will. Ihr könnt Bilder, Texte oder Vorschläge dirket an folgende E-Mail-Adresse senden und die Redaktion der Zeitung wird diese bearbeiten.

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Stolpersteinverlegung 
Obwohl wir erst in diesem Schuljahr mit der Arbeit in unserem Französisch-Seminarkurs „Der gelbe Stern in Rangsdorf – L’étoile jaune à Mayet“ begonnen haben, nahmen wir schon im Juni an einer Stolpersteinverlegung für eine jüdische Rangsdorfer Familie teil. Am 2. Juni 2017 wurden zum Gedenken an die Familie Ludomer vor dem Berliner Haus, in dem die Ludomers Zuflucht fanden, sogenannte Stolpersteine verlegt. Dies sind im Boden verlegte Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen
erinnern sollen, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Zur Verlegung waren die Nachkommen der einzigen Überlebenden Hilma Ludomers aus Amerika angereist: Tochter Audrey Geffen und ihr Mann Richard sowie deren Töchter Amber und Mika, die extra aus Norwegen und Groß Britannien kamen. Rangsdorf war durch den Bürgermeister Klaus Rocher sowie unseren Seminarkurs und interessierte Rangsdorfer Bürger vertreten. Der Rangsdorfer Historiker Dr. Norbert Kampe, der sich für die Stolpersteinverlegung eingesetzt hatte, fasste die Geschichte der Ludomers in einer Rede zusammen: