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Facharbeitspräsentationen in der Jgst. 9 - Rückblick und Ausblick
 
Präsentationen hier und Präsentationen da. Scheinbar kommt man im Schulalltag um dieses Thema nicht mehr herum. Vor allem nicht in der Jgst. 9 wenn es darum geht, seine Ergebnisse bzw. seine Inhalte der Facharbeit zu präsentieren. Im vergangenen Schuljahr gab es in der 9c (jetzige 10c) ein kleines „Pilotprojekt“ wie das auch ein wenig modifizierter zu handhaben wäre. Vielleicht ist es in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern auch in naher Zukunft möglich, diese Idee auszubauen. Diese Methode bietet sich v.a. dort an, wo viele Schüler derselben Klasse in einem bestimmten Fach ihre Arbeiten schreiben und dann präsentieren müssen.
 

Geschichte kann Spaß machen

Facharbeitspräsentationen in Form einer Talkshow am 23.Juni 2016 unter Leitung von Herrn Runge

In der Klasse 9c fand am 23.Juni 2016 im 3. und 4. Block des Geschichtsunterrichts eine Talkshow, unter dem Motto „Wissen macht OH!“  statt. So etwas hatten wir noch nicht erlebt! Facharbeitspräsentationen, die durch eine Talkshow spannend werden sollten? Das wäre natürlich klasse!

Geleitet wurde die Talkshow durch die beiden Moderatorinnen der Klasse 9c:

Nathalie Zweiger und Emily Sorbe sowie durch den 3.Moderator Marcel Runge, den Geschichtslehrer.

Aber was wären Facharbeiten ohne ihre Präsentatoren?

Hannah Magdalena Zakrzewicz berichtete uns darüber, wie die Wikinger es geschafft haben, als erste Europäer, Amerika zu entdecken, Tobias Rindler stellte sich die Frage, ob Napoleon ein Befreier oder Unterdrücker war, Elisabeth Laube erklärte, ob sie unter der DDR ein Experiment oder eine Chance verstand, Leander Bröße berichtete uns Wissenswertes über die Staatssicherheit und zu guter Letzt führte uns Anna-Lena Buchwald durch das Thema „Hitlers Weg zur Macht – Welche Einflussfaktoren begünstigten seinen Aufstieg“.

Zunächst begann die Talkshow mit einer kurzen Vorstellung der Themen durch die jeweiligen Präsentatoren, in ca. 5-10 Minuten. Es wurden die Methodik und die Problemstellungen erläutert und zum Teil schon einige Fakten über das Thema und auch Erfahrungen zum Thema bekannt gegeben.

Der Vortrag von Hannah war für die meisten sehr spannend; hatte sich jemand schon einmal mit der Frage beschäftigt, wer als erster in Amerika war- Kolumbus oder doch die Wikinger? Viele Menschen denken bei Amerika gleich an Kolumbus, aber warum sollte man die mutigen Seemänner Skandinaviens vergessen?

Der Vortrag harmonierte schön mit vielen Bildern und einigen eigenen Erfahrungen. Auch wenn das Zuhören nach und nach schwerer wurde, weil der Vortrag sehr lang war, gelang es, durch Fragen, Antworten und andere Ideen, dass nicht  die Aufmerksamkeit verloren ging.

Ein sehr komplexes Thema hatte Tobias; war Napoleon gut oder böse? Kann man das so einfach sagen? Es gibt hierzu so viel pro und kontra, dass sich jeder eine eigene Meinung bilden sollte.

Auch Elisabeth hatte eine total spannende Frage zur DDR, die sie am Ende ihres Vortrages beantworten konnte, es jedoch jedem selbst überlassen blieb, wie er zu der Frage stand. Elisabeth hatte gut erklären und beschreiben können, bezog sogar eine Umfrage und eine Historikermeinung in ihre Präsentation mit ein und brachte viel Anschauungsmaterial mit, so konnte der Vortrag einen in den Bann ziehen und das Publikum hörte aufmerksam zu.

Falls alle Leanders Vortrag über die Staatssicherheit folgen konnten, blieben hier so einige Fragen offen aber so ist Geschichte, lebendig und offen für alle ...

Nach diesem Einblick gab es zunächst eine Pause, in welcher für Verpflegung gesorgt wurde. Wir bekamen die Möglichkeit ein Feedback abzugeben und sich das gesamte Anschauungsmaterial in Ruhe anzusehen. Dabei konnten Fragen gestellt werden und die Teilnehmer der Talkshow erklärten ihre Mitbringsel.

                                                                                                 

Und schon ging es weiter, diesmal noch etwas tiefgründiger und mit vielen Fragen seitens des Publikums. Jetzt begann Leanders Präsentation. Er konnte die Fragen der Schüler gut meistern und sorgte nun besser dafür, dass alle seinem Vortrag folgen konnten. Zu einem wirklichen Schluss ist er leider nicht gekommen.

Und nun begann Anna-Lenas Beitrag über Hitlers Weg zur Macht. Das Thema war/ ist sehr wichtig gerade für die heutige Zeit, da es immer häufiger zu antisemitischen Handlungen in jedem Wohnort kommt und so wurde auch bei uns das Interesse geweckt. Die Präsentation wurde gut mit einem Diagramm unterlegt und auch von anderen Bildern begleitet. Leider blieb das Publikum jedoch größtenteils von neuen Erkenntnissen befreit. Anna-Lena berichtete uns von den Einflussfaktoren – die Propaganda, die Weltwirtschaftskrise und die Unterstützung durch die Partei NSDAP – welche Hitlers Aufstieg begünstigten.

Weiter ging es mit Tobias Thema. Er konnte sehr gut frei sprechen und es schien, als ob ihn das Thema sehr interessierte. Einige Fragen seitens des Publikums und der Moderatoren mussten jedoch offen bleiben. Tobias ist zu dem Fazit gekommen, dass Napoleon sowohl ein Befreier als auch ein Unterdrücker war und es viele positive und negative Aspekte gibt.

Nun griff Elisabeth noch einmal auf ihr Thema zurück und kam zu dem Entschluss, dass die DDR in ihren Augen ein zufälliges Experiment war. Sie deutete die Idee der DDR positiv, die Umsetzung jedoch negativ. Dies unterlegte sie mit glaubenswürdigen und verständlichen Argumenten.

Als letztes fasste Hannah ihr Thema zusammen. Man konnte merken, wie sehr sie die Wikinger mag und wie stark sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Ihre Beweise konnte man gut nachvollziehen, als sie über den fortschrittlichen Schiffsbau berichtete und so erklären konnte, wie es die Wikinger schaffen konnten, Amerika zu entdecken.

Schließlich endete die Talkshow mit einem kleinen Quiz. An zwei Schüler der Klasse wurden Fragen zu den jeweiligen Themen gestellt.  Der Gewinner bekam einen kleinen Preis, in Form eines Plakates mit den Unterschriften der Experten und der Moderatoren.

Ich denke, das Beste für die Schüler und Schülerinnen war, so ganz „nebenbei“, viel aus den Vorträgen lernen zu können, mit Spaß und ohne die Themenbereiche selbst erarbeiten zu müssen J

Meiner Meinung nach ist die Talkshow für den ersten Versuch sehr gut gelungen. Man konnte zwar spüren, dass die Organisation nicht ohne kleine Häkchen war, aber wann ist das bei dem ersten Mal schon so? Die Präsentationen waren toll, es war nie langweilig auch dank der Moderatoren. Es gab Musik, wunderbare Darsteller, eine interessierte Presse, mit toller Fotografin, spannende Themen, eine erfrischende Snackpause und natürlich ein großartiges Publikum. Bis auf die Technik, die kurzzeitig haperte und einige kleine Zwischenfälle, lief alles doch glatt und es war auf jeden Fall spannender für die Schüler und so einfacher zum lernen und zuhören, als bei anderen Standard-Facharbeitspräsentationen.

Alle Schüler waren sich einig, so macht Geschichte Spaß, so ist Geschichte lebendig und regt an, weiter nachzudenken.

Hannah Wolf, Klasse 9c (10 c)