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Amour – Folie – Résistance

Das ist nicht nur das Thema unseres Französisch-Seminarkurses, es war auch das Thema unserer Paris-Reise im April.
Paris - die Stadt der Liebe und Frau Thraen schickte uns mit einem Flirtauftrag los…
Wahnsinn. Paris empfing uns mit 21 Grad und Sonne, am Abend hatten wir einen heftigen Sonnenbrand und waren überwältigt von den großartigen Sehenswürdigkeiten (nicht nur vom Eiffelturm) und der Atmosphäre in der Stadt.

Widerstand. Dabei geht es vor allem um die Résistance im zweiten Weltkrieg, als Frankreich von Deutschland besetzt war.

Wir haben zum Beispiel das Memorial de la Shoah besucht. Das ist ein beeindruckendes Holocaust-Museum im Marais. In diesem – angeblich schönsten - Teil der Stadt lebt bis heute ein Großteil der jüdischen Bevölkerung von Paris, auch wir wohnten im 4. Arrondissement  in einer tollen Jugendherberge.

Die französische Schriftstellerin, mit der wir im Seminarkurs zusammenarbeiten, hatte eine Rallye vorbereitet und wir trafen unter anderem auf Menschen, die sich daran erinnerten, dass in ihrem Keller monatelang Juden versteckt worden waren. (Die Franzosen haben übrigens erst vor nicht allzu langer Zeit damit angefangen, sich auf objektive Art und Weise mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Erst Präsident Jacques Chirac hat öffentlich Stellung dazu bezogen, dass Frankreich keineswegs unschuldig an den Geschehnissen während des zweiten Weltkrieges war. Vorher wurde die Schuld meist ohne Einschränkung den Deutschen zugeschrieben.)

Des Weiteren haben wir uns das Museum Jean Moulin angeschaut. Er war ein Widerstandskämpfer in der Résistance. Sein Beitrag zum Widerstand gegen die deutsche Besatzung war unglaublich wichtig, denn er hat es geschafft, die zersplitterten Widerstandsgruppen zu vereinigen.

Man kann sagen, dass wir einen unvergleichlichen Einblick in die Geschichte der Résistance erhalten haben. Und das nicht nur durch deutsche Geschichtsbücher.

Les voyages forment la jeunesse. — Reisen bildet.

Diesen Satz, den bestimmt jeder schon einmal gehört hat, den haben wir in Paris verstanden, denn immer, wenn Dinge greifbar bzw. real werden oder wir sie mit allen Sinnen erfassen können, prägt sich das ein. Und besonders gut können wir uns Dinge merken, die uns im Herzen berühren und Gefühle auslösen. So war es für uns auch in Paris.

(Marie Möbius, Jahrgangsstufe 11)