Vertretungsplan

 

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An unserer Schule ist soziales Lernen und ein demokratisches Miteinander schon seit vielen Jahren Programm. Alle, Schüler sowie Lehrer, sind bestrebt, den Schulalltag in einem fairen Miteinander zu gestalten, Mobbing und Gewalt keinen Raum zu geben.
Seit 2009 gibt es auch das Verfahren der Mediation an der Schule. Dazu haben Frau Schmid und Frau Heinrich, zwei Lehrerinnen der Schule eine einjährige Ausbildung zu  Schulmediatorinnen absolviert und sind jetzt im Bedarfsfall als solche tätig.

1. Was ist eine Mediation?
Die Mediation ist ein Verfahren der Konfliktlösung, die wörtlich übersetzt „Vermittlung“ heißt. Dabei ist die Vermittlung in Streitfällen durch einen unparteiischen Dritten gemeint .  Durch eine schrittwei-ses Vorgehen wird der Konflikt bearbeitet und die MediatorInnen helfen den Streitenden eine einvernehmliche Lösung ihrer Probleme zu finden. Alle sollen durch die „Übereinkunft“ gewinnen.Die Konfliktparteien erkennen durch eine Mediation welche eigentlichen Probleme, Gefühle und Interessen die Gegenseite hat und können sich so wieder einander annähern und ein neues Vertrauen zueinander aufbauen. Das Ziel ist eine Vereinbarung, die die Konfliktparteien unterzeichnen und einhalten.

2. Was passiert bei einer Mediation?
Im Mediationsgespräch wird in der Einleitung darauf verwiesen, dass alles Gesagte streng vertraulich behandelt wird, dass jeder ausreden darf und dass es keine gegenseitigen Beschimpfungen gibt. Danach stellen die einzelnen Konfliktparteien ihre Sichtweise dar. Durch die MediatorInnen wird dann durch Nachfragen der Konflikt erhellt und es kommen die unterschiedlichen Gefühle, Interessen und Hintergründe zur Sprache. Nun wird eine Problemlösung angestrebt. Hier erarbeiten die Konfliktparteien selbst Lösungsmöglichkeiten und legen „Angebote“ vor. Am Ende einer Mediation wird eine Vereinbarung getroffen, schriftlich festgehalten und von  allen unterzeichnet. Die Einhaltung dieser  Vereinbarung   wird  gegebenenfalls durch eine Nachmediation kontrolliert.

3. Wer kommt zur Mediation?
Im aktiven Schulalltag gibt es natürlich unterschiedliche Wege und Möglichkeiten zu einer Mediation zu kommen.
In unserer Schule haben schon zahlreiche Mediationen stattgefunden. So konnten schon Schülern geholfen werden, die Probleme mit Mitschülern hatten. Ebenfalls gab es schon Mediationen , in denen es um Probleme zwischen Lehrern und Schülern ging oder die Mediatorinnen haben Klassenleiter und Eltern unterstützt, Lösungen zu finden.
Dafür besitzt unsere Schule einen extra dafür ausgewiesenen Raum ( 26a ), um  den Schulalltag so gut wie möglich auszublenden. 
Vor diesem Raum befindet sich auch eine kleine Infotafel mit Telefonnummern des Kindernotdienstes.

 

Definition : Mediatio bedeutet „in der Mitte sein, vermitteln“

Mediation ist eine von vier Arten der Streitbeilegung durch Drittparteien-Intervention
- Gerichtsbarkeit
- Schiedsrichter
- Schlichtung/Schiedsgerichte/Gütestellen
- Mediation durch eine/n überparteilichen Dritten, der/die den Prozess unterstützt, 
aber keine Entscheidung fällt
- Gute Dienste (bon offices)

Wichtige Merkmale des Mediationsverfahrens sind:

- die Anwesenheit der vermittelnden MediatorInnen
- die Einbeziehung aller Konfliktparteien, die von möglichen Vereinbarungen betroffen sind, in der Regel sind sie auch während der Mediation anwesend.
- die informelle, vertrauliche Gesprächsbasis
- die Freiwilligkeit der Teilnahme am Mediationsverfahren. Es muss also ein Konsens erzieltwerden. Win-win Lösungen werden angestrebt.

Die 4 Phasen der Mediation: 
1. Die MediatorInnen hören sich die Anliegen aller Beteiligten an.
2. Die M. lassen die Medianten (Konfliktparteien) ihre Gefühle ausdrücken und 
unterstützen sie bei der Klärung ihrer Bedürfnisse.
3. Die Medianten entwickeln schließlich gemeinsam Lösungen für ihre Probleme.
4. Das Ziel ist eine Vereinbarung, die alle Konfliktparteien unterzeichnen und 
umsetzen.

Wertevermittlung durch Mediation:
- Gewaltfreiheit
- Gerechtigkeit
- Respekt und Achtung vor dem Menschen
- Dialog und Gespräch
- Körperliches Wohl
- Seelenruhe
- Freiheit und Selbstbestimmung
- Gelingen des Lebens

Die 8 Module der Ausbildung zu Schülermediatoren :

konfliktbezogene Kommunikation und Kommunikationstheorie
Wahrnehmungskompetenzen und Wahrnehmungstheorie
Biografiearbeit, eigene Konfliktmuster, Streitkultur, Selbst-erfahrung
Konflikttheorie
Deeskalations- und Interventions-strategien
Mediation
andere Konfliktbearbeitungs-formen
Multiplikatorentraining, Konfliktlotsentraining

Bei erfolgreicher Teilnahme wird ein Zertifikat gemäß den Richtlinien des RAA Brandenburg vergeben.
Die Schülermediatoren und die beiden ausgebildeten Kolleginnen, Frau Heinrich und Frau Schmid, stehen im Mediationsraum 26a zur Verfügung.

St. Schmid