Vertretungsplan

 

Schliessfach mieten

Die Zeiten von Stillstand, Lethargie und altmodischem Analogunterricht neigen sich dem Ende entgegen. Nachdem sich in großen Teilen der Lehrerschaft im Juni 2017 die Bereitschaft zum "Aufbruch" gezeigt hatte, trägt das Engagement nun die ersten Früchte. Sowohl Lehrerkonferenz als auch die Elternkonferenz stimmten mit überragenden Mehrheiten der "Digitalen Revolution" am Fontaneum zu. Sollte dieser Plan gelingen, stürmen wir wieder an die Spitze, denn dann wird unser Pilotprojekt "Schule für digitale Medien" umgesetzt. Dass das nicht damit getan ist, wenn wir funktionierendes WLAN und Beamer haben, ist jedem klar. Nun wird die digitale Welt sukzessive Einzug in den Unterricht halten und unsere "Lernwelt" so verändern, wie es mit unserer "Lebenswelt" schon lange geschehen ist. Wir wollen nicht warten, bis diese Erkenntnis "oben" angekommen ist.

Für viele Beteiligte wird das jede Menge Umstellung bedeuten und dem einen oder anderen wird es Kraft abverlangen - aber nun haben wir den "Point of no return" erreicht. Die Beschlüsse sind gefasst und jetzt geht es an die Umsetzung: Ausbildung der Lehrkräfte, Beschaffung der Hardware und Software (die Elternkonferenz hat zugestimmt, dass das die Elternhäuser übernehmen), Organisation des Schulbetriebs und dann: Start ab September 2018.

 

Mittelfristig bekommt man am Fontaneum zum Zeugnis der 10. Klasse ein "Medienzertifikat", welches das Zeugnis über die Teilnahme an einem eigenen Unterrichtsfach "Medienbildung" ist, das es im Land Brandenburg sonst nicht gibt. Wir rekrutieren dieses Fach aus Ressourcen, die bei uns brach liegen, die wir verbessern wollen (ÜTK) oder die wir viel zu wenig machen, obwohl wir darin Spitze sind (ProWo). Zusammen ergibt das ein Konglomerat aus ÜTK-ProWo-Medienbildung, welches dann sowohl die Unterrichtszeit generiert als auch die rechtlichen Erfordernisse berücksichtigt. 

 

Natürlich werden die Lehrkräfte dazu ausgebildet und ab September gemeinsam mit kompetenten externen Partnern die Projekte leiten. Den äußeren Rahmen des Unterrichts bilden 3 Projektwochen (Beginn 1. Semester, Beginn 2. Semester, Ende des Schuljahres), bei dem alle SuS der Sek I, an idividuellen Medienprojekten arbeiten, die Stoff aus dem regulären Unterricht verarbeiten und in den Fächern bewertet werden. Unterricht für die SuS der Sek II findet regulär statt.

Unsere eigentliche ProWo lassen wir natürlich unangetastet.

Am Ende zeigen wir in einem zweiten Tag der offenen Tür, welche Ergebnisse wir zustande gebracht haben und feiern uns mit einer Party.

Denken wir langfristig, wird dieser Weg in einer nahezu papierfreien Schule münden (außer Toilettenpapier z.B. :), aber geschrieben wird digital, die Zettelwirtschaft und die Bastelarbeiten, das Abschreiben von Tafelbildern, das Kaufen von Arbeitsheften und Lehrbüchern, CAS und Feinstaub durch Kreide, Entschuldigungszettel, Abgeben von Informationen über Kopien, das wird in ein paar Jahren klingen, als würden wir aus dem Mittelalter berichten. Utopie, nein - Vision.

Die Zustimmung ist erteilt - packen wir es an. Wir freuen uns drauf!