Natur hautnah

Die idyllische Hallig Langeneß in der Nordsee, auf der nicht mehr und nicht weniger als 122 Leute leben, war das Reiseziel des Seminarkurses Naturschutz und Tourismus. Für eine Woche, vom 09.07. bis zum 14.07.2017, lebten 16 Schüler/innen mit Frau Schäfer und Frau Götting auf der Peterswarf im Seminarhaus der Schutzstation Wattenmeer. Die Forschungsreise wurde von uns Schülern organisiert, wir mussten selbstständig kochen und waren für das Programm verantwortlich. Dieses Programm diente dazu, das vielfältige Ökosystem Wattenmeer näher kennenzulernen, dabei unterstützten uns sachkundige Teamer, die derzeit ein freiwilliges ökologisches Jahr absolvieren.

Die Anreise zog sich über einen ganzen Tag hin, sodass wir erschöpft am Abend nur noch unsere Unterkunft bezogen. Währenddessen begleitete uns das wunderschöne Bild der grünen ruhigen Landschaft.

Doch die Kursfahrt sollte nicht als eine Möglichkeit der Erholung, sondern der Weiterbildung genutzt werden. Dementsprechend wurden wir schon am nächsten Tag aktiv und führten eine fünfstündige Fahrradtour bzw. Wanderung über ganz Langeneß durch. Diese Exkursion verschaffte uns einen Einblick in die Geschichte der Hallig. Wattwanderungen und Vogelbesichtigungen enthüllten uns eine mannigfaltige Tierwelt, welche an das Wattenmeer angepasst ist, sodass wir langsam aber sicher ein Bewusstsein für die einzigartige Natur entwickelten. Zudem wurden wir über die Risiken des menschlichen Eingriffs in die Natur aufgeklärt und wir lernten neue Dinge, z.B. über das gefährliche Mikroplastik in Duschgel, das unsere Umwelt gefährdet. Aber auch die kreative Seite wurde beim Bernsteinschleifen oder Kochen benötigt. Obwohl wir nicht völlig von der Welt außerhalb der Hallig abgeschieden waren, denn es stand WLAN zur Verfügung, vergnügten sich die meisten von uns lieber mit Kartenspielen in der Freizeit.

   Bioexkursion zum See

 

Im Juni  zogen sich die Schüler und Schülerinnen der 11. Klasse des Biologie Leistungskurses die Gummistiefel an und auf ging es zum Rangsdorfer See. Anlässlich zum Thema des Kurshalbjahres „Ökologie“ nahmen wir an einer Exkursion teil, bei der es darum ging, die Wasserqualität unseres Sees zu beurteilen und auszuwerten. Dafür führten wir  unter der Anleitung von Nadin Pierson, einer Geologin und Landschaftsgestalterin, einige Experimente durch und betrachteten dabei unter anderem chemische Werte, Aussehen sowie Geruch des Wassers und die Flora und Fauna, die ihn umgeben. Leider kamen wir zu dem Ergebnis, dass der durch einen Gletscher  entstandene See, nur  negative Werte vorzuweisen hat. Aufgrund der sehr langsamen Fließgeschwindigkeit des zulaufenden Zülowkanals, kann man beim Rangsdorfer See von einem stehenden Gewässer sprechen. Dies bietet den Algen bei sehr warmen Temperaturen ideale Bedingungen zum Wachsen. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt im Wasser immer geringer und es kommt zum Absterben von Teilen der Fauna. Die abgestorbenen Teilchen bilden die Sedimentschicht, welche in diesem Falle immer größer wird und der  Wasserstand dadurch  immer geringer. Ein zusätzliches Problem stellen Abwasserbelastungen aus Zeiten der DDR dar. Wenn nichts unternommen wird, sieht es schlecht aus für unseren schönen Rangsdorfer See mit dem dazugehörigen Strandbad. Allerdings hat die Gemeinde nicht genügend finanzielle Möglichkeiten, um die nötigen gegenwirkenden Maßnahmen zu ergreifen.                                                                                                                                                 

L. + S.