Literaturworkshop mit den Franz-Hessel-Preisträgern Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer im Schloss Genshagen

Im Oktober haben wir, der Seminarkurs Französisch der 12. Klasse des Fontane Gymnasiums Rangsdorf und Schülerinnen und Schüler der Otto-von-Guericke-Schule aus Berlin, uns im Schloss Genshagen bei einem Literaturworkshop getroffen. Hier haben wir zwei Preisträger des Franz-Hessel-Preises Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer kennengelernt. Dieser deutsch-französische Literaturpreis wurde von der Stiftung Genshagen und der Villa Gillet (Lyon) ins Leben gerufen und wird jährlich mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und des französischen Kulturministeriums an einen deutsch- und einen französischsprachigen Autor oder eine Autorin verliehen. Eine deutsch-französische Jury wählt die Preisträger aus.

Nachdem wir uns alle miteinander bekannt gemacht hatten, führten wir sehr anregende und spannende Gespräche mit den beiden Schriftstellern. Wir arbeiteten in zwei Gruppen. Mit Ulrich Peltzer philosophierten wir viel über Literatur im Allgemeinen und ihre verschiedenen Erscheinungsformen. Michaël Ferrier gab einen Workshop zu Gespenstergeschichten aus Genshagen. Anschließend konnten wir unsere eigenen Texte schreiben und an ihnen feilen, denn jedes Wort musste bedacht werden. So haben wir einen Eindruck davon gewonnen, was es heißt, Schriftsteller zu sein. Wir schrieben über unterschiedlichste Themen. Es war erstaunlich, welche außergewöhnlichen Texte innerhalb kürzester Zeit entstanden sind.

Zum Abschluss haben die ganz „Mutigen“ ihre eigenen „Werke“ in der großen Runde vorgestellt und viel Beifall erhalten. Diese kleine Präsentation war der Auftakt zu einer öffentlichen Lesung mit Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer, zu der die Stiftung Genshagen eingeladen hatte. Beide Schriftsteller haben etwas aus ihren Romanen „Das bessere Leben“ und „Mémoires d’outre-mer“ vorgelesen. Besonders interessant war, dass uns die Autoren etwas über ihre Intentionen und die Hintergründe ihres Schreibens erklärten. So war es uns möglich, die Werke und den Kontext viel besser zu verstehen. Wir bedanken uns bei unser Lehrerin Ina Thraen und Charlotte Stolz von der Stiftung Genshagen, die es uns ermöglicht haben, an dieser beeindruckenden Literaturwerkstatt teilzunehmen.

Marie Möbius

Jahrgangsstufe 12

Deutsch-französischer Entdeckungstag

Am Mittwoch, dem 7. Juni 2017 durften wir mit Frau Thraen an einer wunderbaren Veranstaltung teilnehmen: Wir, Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen besuchten im Rahmen des deutsch-französischen Entdeckungstages das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, kurz BMUB.

Da Frau Dr. Hendricks, die man uns angekündigt hatte, kurzfristig verhindert war, wurden wir vom parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold empfangen, der sich sehr viel Zeit für uns und unsere Fragen nahm, sogar länger als geplant.

Er lockerte bereits am Anfang die Stimmung auf, indem er uns die Qual der Wahl überließ, ob er uns mit einem „langweiligen Vortrag belästigen“ solle oder wir lieber das fragen und erfahren wollten, wofür wir uns interessieren. Die Antwort fiel uns nicht schwer und wir entschieden uns für letzteres. Es ergab sich eine lebhafte Diskussion zum Thema Umwelt.

Das DFJW hatte uns aber auch eine hochrangige Persönlichkeit als Begleitung geschickt, Béatrice Angrand, die Generalsekretärin des DFJW. Sie unterstrich die Bedeutung der deutsch-französischen Kooperation in Bezug auf Umwelt und Klimawandel und forderte uns auf, uns für das Nachbarland zu interessieren, Französisch zu lernen und Mobilitätsprogramme wahrzunehmen.

Noch ein Zitat von Herrn Pronold: „Bitte glaubt nicht das, was ich euch heute hier erzähle, sondern prüft es selber nach und bildet euch daraus eure eigene Meinung.“

Im Ende besichtigten wir noch das Gebäude des BMUB, das in der Stresemannstraße auf dem ehemaligen Mauergelände errichtet wurde und wo man Originalmauerteile in die Architektur miteingebunden hat.

Vielen Dank für dieses interessante Erlebnis.

Sophie Regen

Das FranceMobil am Fontane-Gymnasium

Das FanceMobil ist ein Programm, bei dem Lektoren/innen Schulen besuchen und den Schülern/Schülerinnen spielerisch und mit viel Spaß die französische Sprache sowie das Land Frankreich näher zu bringen.

Am 24. Mai 2017 kam das FranceMobil auch zu uns in das Fontane Gymnasium. Im zweiten Block besuchte ein Lektor des Programms die Klasse 8a und unsere Klassenlehrerin Frau Frischke.

Zuvor wurden Tische zur Seite und Stühle in einem Halbkreis aufgestellt. Nach einer kurzen Begrüßung beobachteten die Schüler interessiert, wie der junge Mann einen Stoffraben mit Mütze und T-Shirt als „Albert vorstellte“. Kurz darauf waren alle belustigt als eine Zeichnung eines Männchens an die Tafel gebracht wurde, welches die altbekannte Frage nach dem Befinden „Ça va?“, per Sprechblase stellte. Der sympathische Mann stellte sich selbst als François vor, was vereinzelte Lacher hervorlockte, da dies nun wirklich ein wahrhaftig französischer Name ist. Er schüttelte der Reihe nach jedem Schüler die Hand und erkundigte sich nach dem Namen und dem Wohnort, natürlich auf Französisch.

Anschließend wurde das arme Stofftier Albert durch die Luft geworfen, damit jeder einmal sagen konnte „J’aime…“ (Ich mag…), oder „Je fais…“ (Ich mache…). Danach wurde die Klasse aufgefordert, sich zu erheben und verschiedene, teilweise lustige, Sportarten nachzuahmen wie „le foot“ oder „la natation“ (Fußball und Schwimmen). Dann machten wir wieder eine Runde mit „Je n’aime pas …“, was übersetzt „Ich mag nicht…“ heißt. Ob wir Geschwister hätten kam direkt im Anschluss.

Europatag des Fontane-Gymnasiums 2017

Am Freitag, dem 12. Mai 2017, fand der Europatag des Fontane-Gymnasiums für etwa 30 Schüler der 10. Klassen statt. Dabei ging es vor allem darum, den Teilnehmern Europa näher zu bringen. Deshalb waren Audrey aus Frankreich und Adam aus Groß Britannien zu Gast. Die beiden engagieren sich im Bereich des europäischen Austauschs und leiteten den Workshop.

Um 8.30 Uhr versammelten wir uns in Raum 45/46. Zunächst bildeten wir spielerisch Kleingruppen, in denen wir später gearbeitet haben. Anschließend führten wir ein Brainstorming unserer Assoziationen zu Europa durch. Die Ergebnisse hielten wir auf einem Plakat fest. Große Übereinstimmung der Arbeitsgruppen herrschte in den Punkten Vielfalt, offene Grenzen, Frieden und auch (nicht immer friedliche) gemeinsame Geschichte. Weiter ging es mit einem Europa und EU-Entdeckungswettbewerb zwischen den Arbeitsgruppen. Dabei wurden unter anderem Fotos von Orten in Europa gezeigt und die Teams mussten erraten, zu welchem Land dieser Ort gehört (z.B. der europäische Gerichtshof in Luxemburg, die Dune du Pilat bei Arcachon und vieles weitere). Durch das umfangreiche Quiz haben wir viele interessante Orte Europas näher kennengelernt.

Abschließend fand in verschiedenen Arbeitsgruppen ein reger Austausch zu den Themen „Zukunft in Europa“, „Kulturelle Unterschiede“, „Berichterstattung in den Medien“ und „Mobilität in Europa“ statt. Hierbei gab es auch umfangreiche Informationen zur europäischen Jugendbewegung, Workcamps und Freiwilligendiensten. Interessierte finden weitere Informationen unter www.rausvonzuhaus.de .

Insgesamt hat die Veranstaltung allen sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Frau Thraen, Audrey und Adam und Frau Schröder für die Organisation und Durchführung des Europatages.

Josephine Pigur, 10c

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