Workshop mit Preisträgern
Der Französisch Grundkurs 02 und der Seminarkurs der Jahrgangsstufe 11 nahm an einem  Literaturworkshop im Schloss Genshagen teil, der von den diesjährigen Franz-Hessel-Preisträgern geleitet wurde. Dieser Preis wird  seit 2010 von der deutschen Bundesregierung für Kultur und Medien und dem französischen Ministère de la Culture an einen deutsch- und einen französischsprachigen Autor oder eine Autorin verliehen. Und wir durften mit den beiden Schriftstellern arbeiten!

Nachdem wir Namensschilder und Informationsmappen erhalten hatten, wurden wir mit einem großen Buffet begrüßt. Um 14 Uhr stellten  sich die beiden Franz-Hessel-Preisträger Fatma Aydmir und Michel Jullien vor und lasen Ausschnitte aus ihren Büchern.                                                                                                 Nachdem auch wir eine kleine Vorstellungsrunde absolviert hatten, ordneten wir  uns einem der beiden Autoren zu und fingen an, auf der Basis der Aufgabenstellungen der Autoren unsere eigenen Texte auf Französisch oder Deutsch zu schreiben. Von 14.30 bis 17 Uhr arbeiteten alle, unterbrochen von einer kleinen Kaffee- und Kuchenpause, an ihren Werken. Die Schriftsteller unterstützten uns, in dem sie jedem ein individuelles Feedback und Tipps gaben. Zudem wählten sie Schüler aus, welche bei der öffentlichen Lesung ihre eigenen Texte vorstellen sollten. Die gewählten Schüler waren Cinzia L., Richard H. und Tessa K. 

Um 19 Uhr begann die Lesung der Preisträger. Fatma Aydemir sprach im Zusammenhang mit ihrem ersten Roman „Ellbogen“ über die Themen Immigration und Selbstverwirklichung. Michel Jullien thematisierte ungeehrte, russische Helden mit dem Kontext seines neuesten Werkes „L´ile aux Troncs“. Nach der Lesung durften wir individuelle Fragen stellen.

Wir bedanken uns bei der Stiftung Genshagen und bei Frau Thraen für den Einblick in eine uns völlig neue Welt, neue Erlebnisse und einen schönen, interessanten Tag.

Amélie Foth (11)

Der Französischunterricht am Fontane-Gymnasium Rangsdorf

Es gibt natürlich viele Gründe, das Fontane-Gymnasium zu besuchen, auch: der Französischunterricht. Dieser wird ab der siebten Klasse erteilt und kann bis zum Abitur fortgeführt werden. 

Eine zweite Fremdsprachezu erlernen ist eine wunderbare Möglichkeit, sich in der Welt kommunikativ „zurechtzufinden“. Die französische Sprache wird in vielen Ländern der Welt  (neben Frankreich z.B. in Belgien, der Schweiz, Luxemburg, Monaco sowie Marokko) gesprochen. Mit einerVerbreitung auf allen fünf Kontinentensteht Französisch an fünfter Stelle der meist verwendeten Sprachen. Hier an unserem Gymnasium ist die Wahl von Französisch nicht nur für Sprachbegeistertezu empfehlen, sondern auch für alle, die Interesse an der Geschichte, Kultur, Musik, Literatur und Geografie der Frankophonie(Gesamtheit der französischsprachigen  Länder) haben.

Zudem ist der Unterrichtnicht nur unglaublichinteressant, sondern macht großen Spaßund die Lehrer geben garantiert nicht nur Frontalunterricht. Die Vermittlung des Wissenserfolgt vielfältigund methodisch abwechslungsreich. Zum Beispiel werden regelmäßig französische Chansonsthematisiert (von aktuellen Charts über den „Alphabet-Song“, Geburtstagslieder bis hin zu traditionellen Weihnachtssongs).

Des Weiteren bietet der Fachbereich im Rahmen von Schulpartnerschaften oder der Absolvierung des Unterrichts in der Sekundarstufe II Fahrten nach Frankreichund somit authentische „Begegnungsmöglichkeiten“ mit der Sprache und Kultur Frankreichsan (z.B. Kursfahrt 11, Seminarkursfahrt Französisch).

Um Frankreich und andere frankophone Länder genauer kennenzulernen, werden ebenfalls interessante und lehrreiche Filmebesprochen oder kleine Kurzfilme selbst gedreht. Die mündlichen Kompetenzen der französischen Sprache erlernen und trainieren die Schülerinnen und Schüler unter anderem mithilfe selbst kreierter Dialoge, Rollenspiele, Diskussionen oder verschiedener Vorträge zu spannenden Themen.

Der Fachunterricht mit unseren Lehrern dient also nicht nur der Verständigungmit französischen Muttersprachlern, sondern erweitertdurch die Thematisierung ganz verschiedener Bereiche der französischen Sprache und Kultur das Allgemeinwissen, ist abwechslungsreich und macht sehr viel Spaß!

(Artikel von Inka Böttge ; Illustrationen von Celine Gehrke)

Während der Projektwoche 2019, am Dienstag dem 22. Januar, besuchten ca. 50 Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Grundschule Rangsdorf und Groß Machnow unser Fontane – Gymnasium, um einen ersten Einblick in die französische Sprache zu erhalten.

Ihre spielerische Entdeckungsreise begann um 14 Uhr mit einer gemeinsamen Begrüßung in Raum 30, dem „Hörsaal" der Schule. Im Vorfeld konnten die zukünftigen Siebtklässler zwei der sechs zur Auswahl stehenden Ateliers wählen. Diese bearbeiteten sie jeweils 45 Minuten gemeinsam mit uns, einigen Schülerinnen und Schülern der 10c. Ziel war es, mit Hilfe der verschiedenen Aufgaben und Stationen die neue Fremdsprache, aber auch das Gymnasium kennenzulernen. 

Jedes Atelier beinhaltete Aufgaben, die die Grundschüler unter unserer Leitung gelöst haben. An der Station „Découvre le lycée“wurden sie beispielsweise in der Schule herumgeführt und konnten einen Blick in die Fachräume werfen. Nach der Station „Un jeu de rôle“waren die interessierten Mädchen und Jungen in der Lage, erste Fragen und Antworten auf Französisch zu sprechen und das Atelier „Le Bricolage“verdeutlichte den Grundschülern, wie viele französische Nahrungsmittel sie bereits aus ihrem Alltag kennen. Die Schüler haben hier französische Artikel aus Werbezeitschriften herausgesucht und diese auf einem Plakat in einer Collage gesammelt. 

Um 15.30 Uhr wurden sie dann dem Lied „Je ne parle pas français“(Ich spreche kein Französisch) von Namika verabschiedet. Wobei die Grundschüler einheitlich feststellen mussten, dass dieser Titel nicht mehr ihrer Wahrheit entspricht.

Mit diesem Nachmittag haben wir den potentiellen Schülern und Schülerinnen unserer Schule einen ersten Einblick in die französische Sprache ermöglicht. Wir hoffen, dass wir viele von ihnen am ersten Tag nach den Sommerferien hier wiedersehen werden und dass wir mit unserer Vorbereitung das Interesse und die Neugier der Sechstklässler geweckt haben. Unterstützt wurden wir von den drei Fachlehrern Frau Thraen, Herr Ranouil und Frau Lützow, die auch im kommenden Jahr einen Entdeckungstag organisieren wollen.

Anne Frase, 10c

Literaturworkshop mit den Franz-Hessel-Preisträgern Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer im Schloss Genshagen

Im Oktober haben wir, der Seminarkurs Französisch der 12. Klasse des Fontane Gymnasiums Rangsdorf und Schülerinnen und Schüler der Otto-von-Guericke-Schule aus Berlin, uns im Schloss Genshagen bei einem Literaturworkshop getroffen. Hier haben wir zwei Preisträger des Franz-Hessel-Preises Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer kennengelernt. Dieser deutsch-französische Literaturpreis wurde von der Stiftung Genshagen und der Villa Gillet (Lyon) ins Leben gerufen und wird jährlich mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und des französischen Kulturministeriums an einen deutsch- und einen französischsprachigen Autor oder eine Autorin verliehen. Eine deutsch-französische Jury wählt die Preisträger aus.

Nachdem wir uns alle miteinander bekannt gemacht hatten, führten wir sehr anregende und spannende Gespräche mit den beiden Schriftstellern. Wir arbeiteten in zwei Gruppen. Mit Ulrich Peltzer philosophierten wir viel über Literatur im Allgemeinen und ihre verschiedenen Erscheinungsformen. Michaël Ferrier gab einen Workshop zu Gespenstergeschichten aus Genshagen. Anschließend konnten wir unsere eigenen Texte schreiben und an ihnen feilen, denn jedes Wort musste bedacht werden. So haben wir einen Eindruck davon gewonnen, was es heißt, Schriftsteller zu sein. Wir schrieben über unterschiedlichste Themen. Es war erstaunlich, welche außergewöhnlichen Texte innerhalb kürzester Zeit entstanden sind.

Zum Abschluss haben die ganz „Mutigen“ ihre eigenen „Werke“ in der großen Runde vorgestellt und viel Beifall erhalten. Diese kleine Präsentation war der Auftakt zu einer öffentlichen Lesung mit Michaël Ferrier und Ulrich Peltzer, zu der die Stiftung Genshagen eingeladen hatte. Beide Schriftsteller haben etwas aus ihren Romanen „Das bessere Leben“ und „Mémoires d’outre-mer“ vorgelesen. Besonders interessant war, dass uns die Autoren etwas über ihre Intentionen und die Hintergründe ihres Schreibens erklärten. So war es uns möglich, die Werke und den Kontext viel besser zu verstehen. Wir bedanken uns bei unser Lehrerin Ina Thraen und Charlotte Stolz von der Stiftung Genshagen, die es uns ermöglicht haben, an dieser beeindruckenden Literaturwerkstatt teilzunehmen.

Marie Möbius

Jahrgangsstufe 12

Stolpersteinverlegung 
Obwohl wir erst in diesem Schuljahr mit der Arbeit in unserem Französisch-Seminarkurs „Der gelbe Stern in Rangsdorf – L’étoile jaune à Mayet“ begonnen haben, nahmen wir schon im Juni an einer Stolpersteinverlegung für eine jüdische Rangsdorfer Familie teil. Am 2. Juni 2017 wurden zum Gedenken an die Familie Ludomer vor dem Berliner Haus, in dem die Ludomers Zuflucht fanden, sogenannte Stolpersteine verlegt. Dies sind im Boden verlegte Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen
erinnern sollen, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Zur Verlegung waren die Nachkommen der einzigen Überlebenden Hilma Ludomers aus Amerika angereist: Tochter Audrey Geffen und ihr Mann Richard sowie deren Töchter Amber und Mika, die extra aus Norwegen und Groß Britannien kamen. Rangsdorf war durch den Bürgermeister Klaus Rocher sowie unseren Seminarkurs und interessierte Rangsdorfer Bürger vertreten. Der Rangsdorfer Historiker Dr. Norbert Kampe, der sich für die Stolpersteinverlegung eingesetzt hatte, fasste die Geschichte der Ludomers in einer Rede zusammen:

Deutsch-französischer Entdeckungstag

Am Mittwoch, dem 7. Juni 2017 durften wir mit Frau Thraen an einer wunderbaren Veranstaltung teilnehmen: Wir, Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen besuchten im Rahmen des deutsch-französischen Entdeckungstages das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, kurz BMUB.

Da Frau Dr. Hendricks, die man uns angekündigt hatte, kurzfristig verhindert war, wurden wir vom parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold empfangen, der sich sehr viel Zeit für uns und unsere Fragen nahm, sogar länger als geplant.

Er lockerte bereits am Anfang die Stimmung auf, indem er uns die Qual der Wahl überließ, ob er uns mit einem „langweiligen Vortrag belästigen“ solle oder wir lieber das fragen und erfahren wollten, wofür wir uns interessieren. Die Antwort fiel uns nicht schwer und wir entschieden uns für letzteres. Es ergab sich eine lebhafte Diskussion zum Thema Umwelt.

Das DFJW hatte uns aber auch eine hochrangige Persönlichkeit als Begleitung geschickt, Béatrice Angrand, die Generalsekretärin des DFJW. Sie unterstrich die Bedeutung der deutsch-französischen Kooperation in Bezug auf Umwelt und Klimawandel und forderte uns auf, uns für das Nachbarland zu interessieren, Französisch zu lernen und Mobilitätsprogramme wahrzunehmen.

Noch ein Zitat von Herrn Pronold: „Bitte glaubt nicht das, was ich euch heute hier erzähle, sondern prüft es selber nach und bildet euch daraus eure eigene Meinung.“

Im Ende besichtigten wir noch das Gebäude des BMUB, das in der Stresemannstraße auf dem ehemaligen Mauergelände errichtet wurde und wo man Originalmauerteile in die Architektur miteingebunden hat.

Vielen Dank für dieses interessante Erlebnis.

Sophie Regen

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