Inhalte/ Methoden/ Medienbildung  Geschichte Sekundarstufe 1( Klasse 7-10) 
1- Mittelalter 
Inhalt: Dorf, Stadt, Klöster, Ritter, Grundherrschaft, Lehnswesen

MethodenPflicht: Kleinpräsentationen, Quiz, Internetrecherche , Multiinterview Wahl:   Rätsel

 -2- Frühe Neuzeit 

Inhalt: Humanismus, Renaissance,  Entdeckerfahrten, Reformation und Glaubenskriege , Absolutismus 
Methoden: Pflicht: Kleinpräsentation Erfindungen, Internetrecherche, Multiitnerview 30-jähriger Krieg,  Absolutismusrally, Bildbeschreibung 
Wahl: Comic / Aufsatz zu Reformation, Rätsel

 
-3- Zeitalter der Revolutionen 

Inhalt: Französische Revolution, Wiener Kongress, Vormärz, Revolution 1848, Industrielle Revolution 

Methode: Pflicht: Diskussion, Rollenspiel, Internetrecherche, Stationsarbeit, Kleinpräsentation, Portfolio,  Recherche Mordakte Robert Blum, digitales Mindmap

Wahl: Essay, politisches Gedicht/ Lied, Zeitungsartikel, Quiz, 

 
-4- Das Deutsche Kaiserreich

 Inhalt: Gründung, Kultur, Außen- und Innenpolitik, Vergleich Wilhelm I / Wilhelm II, Imperialismus und Mächterivalität, erster Weltkrieg

Pflicht: Recherche, Quellenarbeit, Dossier, Kleinpräsentation, Diskussion, Padlet Wahl: Zeitungsartikel, Referat

-5- Weimarer Republik 

 Inhalt: Versailler Vertrag, Geburtsfehler, Krisenjahre, Goldene Zwanziger, Weltwirtschaftskrise, Außen- und Innenpolitik, Endphase und Scheitern, Problemlagen 

Methoden: Pflicht: Kolloquium, Diskussion zu Kontroversen/ Bewertungen, digitales Mindmaps, Quellenarbeit, Recherche, Dossier, Referat/ PowerPoint , Padlet Wahl: Essay, Seminar, 

 -6- Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg 

 Inhalt: Aufstieg, Innen-und Außenpolitik, 2. Weltkrieg, Wirtschaftspolitik, Rolle Hitlers, Kapitulation und Stunde Null

 Methoden:  Pflicht: Recherche, Präsentationen mit Schwerpunkt Visualisierung ( Schaubilddesign), Presseschau/ Rollenspiel 

Am 06. Mai 2019 besuchten der Geschichtsleistungskurs, sowie ein paar Schüler aus dem Geschichtsgrundkurs, gemeinsam mit Frau Leppin, Frau Bendzko und Herrn Sommerburg das Jüdische Museum. Dieser Besuch fand im Rahmen eines Zeitzeugenworkshops statt, zu dem auch eine Zeitzeugin des Nationalsozialismus eingeladen war. Der Workshop erfolgte in dem Gebäude des Archivs, in dem die Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus gesammelt werden.

Zu Beginn des Workshops arbeiteten wir, eingeteilt in vier Gruppen, mit Originaldokumenten aus der NS-Zeit zu unterschiedlichen Themen. Diese waren: Kindertransporte, die Novemberpogrome, jüdische Schulen und die St.Louis. Durch die Arbeit mit den Quellen sollten wir uns auf das Gespräch mit der Zeitzeugin vorbereiten, welches unmittelbar danach stattfand.

Bei der Zeitzeugin handelte es sich um Herta Weinstein, die 1927 in Wien geboren wurde. Durch die Annektierung Österreichs trat der Nationalsozialismus sehr plötzlich in ihr Leben. Extra für uns ist sie nun mit ihrer Tochter aus den USA, in denen sie seit Ende 1940 lebt, angereist. 

 

Am 10.01. folgten wir, die Geschichtsgrundkurse 11, der Einladung der Bibliothek Dahlewitz zur Lesung von Bärbel Schäfer.

Sie las aus ihrem Buch „Meine Nachmittage mit Eva: Über Leben nach Auschwitz“, in dem sie ihre Unterhaltungen mit Eva festhält.

Eva Szepesi ist eine Ausschwitzüberlebende, die nach 50 Jahren ihr Schweigen bricht und über ihre grausamen Erfahrungen zu sprechen beginnt.

Vor Evas Erzählungen spiegelt sie ihre Familiengeschichte und versucht der Frage nachzugehen, inwiefern eigene Familienmitglieder an solchen Erfahrungen beteiligt waren. Es ist wichtig, sowohl Opfer, als auch Täter zu sehen. Verdrängen und Schweigen dürfen dabei keine Optionen sein.

So forderte Sie auch jeden Einzelnen von uns auf, sich mit seiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen und unsere eigene Geschichte nicht zu vergessen.

Anschließend folgte eine Fragerunde, in der entstandene Fragen geklärt wurden.

Diese Geschichtsstunde forderte uns zum Nachdenken auf und sorgte auch auf der Rückfahrt noch für angeregte Konversationen.

Wir bedanken uns bei der Bibliothek Dahlewitz, unseren Geschichtslehrerinnen und natürlich Bärbel Schäfer für diese etwas andere, sehr interessante Geschichtsstunde.

 

Artikel geschrieben von Nele Wüstenhagen

Auch in diesem Jahr begaben sich die Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 12 vom 18.09. bis zum 20.09.2017 nach Krakau, um das nahegelegene Konzentrationslager Auschwitz zu besichtigen, Eindrücke zu sammeln und das Schicksal der zahllosen Häftlinge auf sich wirken zu lassen.

Es gleicht einem unfassbaren Schauermärchen, dass Menschen in der Lage sind, geprägt durch Hass, Gier und Manipulation zu einem funktionierenden System zu verschmelzen, das darauf aus ist, gezielt Menschen zu quälen, zu foltern und ihnen alles zu nehmen - ihre Existenz, ihre Kultur, ihre Familie, ihren Besitz - einfach alles. Dass diese Grausamkeiten bittere Realität waren, wurde schon beim Betreten des Stammlagers (Auschwitz I), in dem die Frauen eine durchschnittliche Überlebenszeit von etwa einem bis drei Monaten und die Männer eine von drei bis neun Monaten hatten, erschreckend deutlich. Der Massenmord wurde in Auschwitz oder polnisch Oświęcim, aber auch in anderen Konzentrationslagern der Zeit auf einen industriellen Prozess reduziert - die Toten - Männer, Frauen und Kinder wurden auf eine eintätowierte Zahl auf dem linken Unterarm reduziert,  dann auf grausamste Art und Weise vergaßt und anschließend in den Verbrennungsöfen massenweise verbrannt. Die Zahl der Todesopfer am Ende des Konzentrations- und Vernichtungslagers im Januar 1945 Auschwitz beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen.

Besonders schockierend bei all dem war, neben den Methoden und den vielen persönlichen und sehr traurigen Schicksalen, das Netz aus gezielten, perfide geplanten Täuschungsmanövern, um die Menschen, vorrangig Juden (90%) aus über 20 europäischen Ländern oder dem Ausland in das Verderben zu locken. Die Herkunftsländer der Häftlinge waren unter anderem Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Sowjetunion, Tschechoslowakei und Ungarn. Auch in den Baracken des Vernichtungslagers Birkenau (Auschwitz II) kamen wieder die Fragen, die keiner aussprach. Wer ist zu so etwas Menschenverachtendem fähig? Was müssen die Häftlinge durchlebt, gesehen und gedacht haben?

Wir wandelten auf den Spuren des größten Konzentrationslagers des Dritten Reichs und dem letzten Gang der Häftlinge ... der Regen und die Dunkelheit unterstützten die gedrückte Stimmung und man versuchte sich vorzustellen, wie es den Häftlingen gegangen sein musste, die im September 1944 den letzten Weg ihres Lebens beschritten. Auch die Schienen, die nur in eine Richtung, nämlich in die des Todes führten, erzielten ihre Wirkung und die traurige Gewissheit, wie viele Menschen hier systematisch getötet wurden.

Zeitzeugen-Workshop

Am 13.06.2017 sind etwa 20 Schüler von den Geschichtskursen von Frau Leppin als Gruppe in das Jüdische Museum gefahren, um dort einen Zeitzeugen aus dem zweiten Weltkrieg zu treffen.
In einem Nebengebäude des jüdischen Museum fand dieser Workshop statt. Es ist ein Archiv gesammelter Dokumente der NS-Zeit. Der Workshop ging etwa vier Stunden.

Nachdem Kennlernen und Begrüßen mit dem Leiterteam ging es für die Schüler schon gleich mit der Arbeit mit den alten Dokumente los. Man hat die Schüler in drei Gruppen eingeteilt mit je einem Workshopleiter und einem jeweils anderem Themengebiet. Die Gruppen wurden Mithilfe der Dokumente mit einer Familie, die von Deutschland nach Amerika geflüchtet sind, jüdische Schulen und den jüdischen Traditionen konfrontiert. Diese Arbeit sollte die Teilnehmer auf das Treffen mit dem Zeitzeugen vorbereiten, um ihn dann Fragen stellen zu können.

Circa nach zwei Stunden war der erste Teil des Workshops geschafft und das erwartete Treffen mit dem Zeitzeugen folgte.
Dr. William Freund, der 1926 in Nürnberg geboren wurde, kam vor ein paar Tagen extra aus der USA nach Deutschland gereist. Er brachte seine Tochter und seinen Enkel mit zum Workshop mit. Nach einer kurzen Vorstellung seiner Selbst, wie und weshalb er mit seiner Familie geflüchtet ist, trugen die Schüler die gesammelten Informationen der Dokumente nacheinander und Themen sortiert vor. Dr. Freund berichtete dann kurz darauf seine Erfahrungen und die Schüler durften ihm zu den Themen Fragen stellen.

Am 29.03.2017 nach Unterrichtsende trafen sich 15 geschichtsinteressierte Schülerrinnen und Schüler mit dem Zeitzeugen Herrn Neubert, der aus seinem Leben in der DDR, von seinen Erfahrungen mit der Stasi und seinen Erlebnissen in den DDR-Gefängnissen berichtete. Organisiert und begleitet wurde diese Begegnung von der Geschichtslehrerin Frau Leppin.

Für die Schülerinnen und Schüler war es ein Gespräch mit einem Zeitzeugen, der auf Grund seiner Prinzipientreue, seiner Standfestigkeit, seinem unerschütterlichen Willen und seiner schier unendlichen Kraft den allergrößten Respekt verdient und die Zuhörer mit einer offenen, persönlichen und gleichzeitig recht emotionalen Erzählweise begeisterte. 

Herr Neubert wurde 1946 in Suhl in der späteren DDR geboren. Bereits in der Schule war er nicht bereit, seine persönliche Freiheit und Meinung der SED-Diktatur unterzuordnen. 1964 wurde er wegen versuchter Republikflucht zu 1,7 Jahren Haft in Berlin-Rummelsburg verurteilt. Nach den Erlebnissen im Gefängnis brach er alle Kontakte zu Familie und Freunden ab, um nie mehr von der Stasi erpressbar zu sein, denn er hatte die Zersetzungsmaßnahmen und Verhörmethoden der Staatssicherheit am eigenen Leib erfahren müssen.

Als Herr Neubert zum Wehrdienst eingezogen werden sollte, wiederholte er 1972 den Fluchtversuch, scheiterte aber, und wurde daraufhin in die Untersuchungshaftanstalt des MfS in Potsdam gebracht. Nach einem halben Jahr wurde er durch eine Amnestie entlassen  und konnte 1974 nach diversen Aktionen und Anträgen die DDR verlassen.

Am Montag dem 07. November 2016 wurde Geschichte durch die Klasse 10c “neu“ geschrieben.

Das Projekt trug den Namen „Die Julikrise 1914 – Ein Planspiel zur Vermeidung des 1. Weltkriegs“.

Der Auftrag der Schüler war es, sich in die europäischen Länder hineinzuversetzen, die Anfang Juli 1914 unter dem Einfluss des Attentats von Sarajevo am 28.06.1914 standen. Anders als der tatsächliche historische Kontext es besagt, sollte der 1. Weltkrieg im August 1914 durch die Schüler im Planspiel verhindert werden. Die Schüler waren in Ländergruppen eingeteilt und erhielten zu Beginn der Planung eine Rollenkarte, ihre Arbeitsanweisungen, die Vorgeschichte der Julikrise 1914 und politische Karten Europas im Jahr 1914.

Wenn sich ein Kurs auf das Abitur vorbreitet und es zu einem Prüfungsthema ein nagelneues Buch gibt, welches alle Aspekte des Themas beleuchtet, dann nennt man das einen Glücksfall. Einen solchen Glücksfall erleben wir gerade im Leistungskurs Geschichte. Der Prüfungsschwerpunkt beschäftigt sich mit Einwanderung. Das ist ein Thema, welches im Augenblick die Gemüter mit Berechtigung erhitzt, sind in der Bewältigung dieses Prozesses viele Leistungen erbracht und Fehler gemacht worden, wie immer, wenn die Geschichte außergewöhnliche Ereignisse entstehen lässt.

Nun hilft es keinem weiter, wenn man sich mit einer Mischung von Vorurteilen oder Indoktrination, ideologischem Aberglauben von welcher Seite auch immer, einem Problem nähert, welches in seiner Komplexität nicht zu erfassen ist. Versucht man, dieses Problem zu reduzieren, um es "einfach" lösen zu können, entstehen in der Regel extreme Forderungen, die mit den meisten Werten oder Gesetzen nicht vereinbar sind. Komplexe Probleme löst man, indem man sie in Einzelteile zerlegt und für Teilprobleme Lösungen sucht. So geschehen mit dem Buch von Herfried und Marina Münkler mit dem Titel "Die neuen Deutschen". 

Voreingenommen betrachtet, entsteht bei solchen Werken immer der Verdacht sogenannter "Hofberichterstattung", um in diesem Falle die Flüchtlingspolitik der Bunderegierung wissenschaftlch reinzuwaschen. 

Das Podium zeigte nun aber sowohl Untersuchungsmethoden und wissenschaftlichen Weitblick beim Vergeich im Umgang mit Migranten in vielerlei Ländern. Die erhellenden Momente der inhaltlichen Debatte, zugegebenermaßen als Thesen formuliert, deren Argumentation die Lektüre erfordert, waren:

Unsere Zeit im Haus der Wannsee-Konferenz – Geschichte und Geschichten eines Ortes

Berlin, Wannsee-Villa. In der zweiten Januarhälfte 1942, wurde hier unter der grauenvollen Bezeichnung „Endlösung der Judenfrage“ die Entscheidung über Tod und Vernichtung von Millionen von Juden getroffen.

Während ein Großteil der Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12 des „Fontaneums“ das Lager Auschwitz-Birkenau als einen der Orte besuchte, an denen das fürchterlichste Verbrechen der Menschheitsgeschichte zur Ausführung kam, erforschte ein anderer Teil im Haus der sogenannten Wannsee-Konferenz den Ort seiner systematischen Planung und Vorbereitung.

Hier erfuhren wir vom zutiefst berührenden Lebensweg einer jüdischen Frau, die das Ghetto Riga überlebt hatte. Ihr persönliches Schicksal konfrontierte uns mit einzelnen Etappen einer systematischen und planvollen Ausgrenzung der Juden, die schließlich in einer absoluten und physischen Vernichtung, dem Holocaust gipfelte – beschlossen und besiegelt hier an diesem Ort.

Seite 1 von 2