
Endlich hat das Warten ein Ende
Während unsere Austauschschülerinnen aus Frankreich schon auf dem Weg nach Rangsdorf sind, laufen hier die letzten Vorbereitungen. Im Vorfeld wurden die Schüler anhand von Steckbriefen zu Tandems zusammengewürfelt und konnten bereits erste Kontakte in ihre Gastfamilie herstellen. Und wenn die Bahn gut mitspielt, heißt es heute Abend um 21.30 Uhr: „Bienvenue à Rangsdorf“
Idee Schüleraustausch
Wozu wird eine Fremdsprache gelernt? Die Teilnahme am Schüleraustausch liefert vermutlich die bestmögliche Antwort auf diese Frage, denn beim Lernen einer Fremdsprache geht es natürlich vor allem um die Möglichkeit mit Personen aus einem anderssprachlichen Land zu kommunizieren. Sowohl im Französischunterricht als auch bei unserem Schüleraustausch ist jedoch das Sprachenlernen nur einer von vielen Aspekten. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler schnuppern in die Gewohnheiten kulinarischer und gesellschaftlicher Art und Weise einer französischen Familie.
Zielgruppe
Der Schüleraustausch stellt eine Förderung für diejenigen Schülerinnen und Schüler dar, die sich im Französischunterricht sowohl durch ihre Motivation als auch durch ihr Können besonders hervorheben. Zusammen mit der Einladung zum Schüleraustausch bekommen sie daher eine Empfehlung für das Ablegen der mündlichen Fremdsprachenprüfung 10. Ziel soll es folglich sein, die teilnehmenden Schüler in besonderem Maße auf die Prüfungen vorzubereiten und durch ihre erfolgreiche Teilnahme auch für die Belegung des Grundkurses Französisch in der Jahrgangsstufe 11 zu motivieren.
Partnerschule
Unsere Partnerschule ist das Lycée de la Vallée du Cailly à Rouen. Es handelt sich also um ein Gymnasium mit den Jahrgangsstufen Seconde (entspricht der deutschen 10.Klasse), Première (entspricht der deutschen Jahrgangsstufe 11) und Terminale (Jahrgangsstufe 12). Insgesamt lernen dort etwa 1000 Schülerinnen und Schüler, die von etwa 85 Lehrkräften beschult werden. Das Besondere an dieser Schule ist die Lehrerin, die auf französischer Seite für den Austausch zuständig ist. Claudia Hermann (für alle ehemaligen Lehrkäfte und Absolventen vielleicht besser als Claudia Saß bekannt) hat selbst im Jahr 2003 ihr Abitur am Fontane- Gymnasium abgelegt und ist im Anschluss der Liebe wegen nach Frankreich gegangen, wo sie nun selbst Deutschlehrerin ist.
Betreuung
Vom Fontane-Gymnasium sind Frau Jarius und Frau Pfahl für die Planung, Organisation und Durchführung des Austauschs zuständig. Besonders hervorzuheben sind die einmaligen Fördermöglichkeiten den deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW), welches nicht nur finanzielle Unterstützung beim Transport ermöglicht, sondern auch verschiedenste Programme und Exkursionen anbietet, um Jugendliche beider Länder miteinander in Verbindung zu bringen.






Heute sind wir zunächst zur Bernauer Straße gefahren, wo wir uns eine interessante Führung zur Teilung Berlins und dem Grenzstreifen angehört haben. Im Anschluss spazierten wir zum Kochatelier Ratatouille, wo wir mit viel Freude und lustigen Fotos Käsespätzle zubereiteten. Das war nicht nur ein leckeres Erlebnis, sondern forderte auch unsere Geduld, da wir uns viele (un)spannende Informationen rund um stereotype Verhaltensweisen anhörten und dabei leider nur wenige die Möglichkeit hatten, das Essen selbst zuzubereiten.




Am Donnerstag
haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins erkundet. Unser Tag begann mit einer Bahnfahrt zur Friedrichstraße, wo wir spannende Vorträge zur Staatsoper, der Humboldt-Universität und dem Fernsehturm hörten. Anschließend genossen wir den atemberaubenden Ausblick von der Dachterrasse des Humboldt-Forums und bewunderten Berlin bei strahlendem Sonnenschein von oben.Nach dieser eindrucksvollen Perspektive führte uns unsere Tour weiter zum Zoologischen Garten. Dort wurden wir von Richard Hussock empfangen, der uns durch die Technische Universität führte. In der Mensa stärkten wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen, bevor wir die beeindruckende Universität erkundeten.
Nach diesem erlebnisreichen Tag nutzten wir unsere Freizeit, um Souvenirs zu kaufen und die Stadt noch einmal in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen. Am Abend kehrten wir gemeinsam zur Schule zurück, wo wir den Abschluss unserer Reise feierten. In der Aula kamen Eltern, Lehrer und Schüler zusammen, um die Woche Revue passieren zu lassen und die schönen Erinnerungen gemeinsam zu teilen. Gemeinsam haben wir getanzt und viel gelacht. (Sarah Wagner, 10b)

