Schüleraustausch

Schüleraustausch

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Endlich hat das Warten ein Ende

Während unsere  Austauschschülerinnen aus Frankreich schon auf dem Weg nach Rangsdorf sind, laufen hier die letzten Vorbereitungen. Im Vorfeld wurden die Schüler anhand von Steckbriefen zu Tandems zusammengewürfelt und konnten bereits erste Kontakte in ihre Gastfamilie herstellen. Und wenn die Bahn gut mitspielt, heißt es heute Abend um 21.30 Uhr: „Bienvenue à Rangsdorf“ 

Idee Schüleraustausch

Wozu wird eine Fremdsprache gelernt? Die Teilnahme am Schüleraustausch liefert vermutlich die bestmögliche Antwort auf diese Frage, denn beim Lernen einer Fremdsprache geht es natürlich vor allem um die Möglichkeit mit Personen aus einem anderssprachlichen Land zu kommunizieren. Sowohl im Französischunterricht als auch bei unserem Schüleraustausch ist jedoch das Sprachenlernen nur einer von vielen Aspekten. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler schnuppern in die Gewohnheiten kulinarischer und gesellschaftlicher Art und Weise einer französischen Familie.

Zielgruppe

Der Schüleraustausch stellt eine Förderung für diejenigen Schülerinnen und Schüler dar, die sich im Französischunterricht sowohl durch ihre Motivation als auch durch ihr Können besonders hervorheben. Zusammen mit der Einladung zum Schüleraustausch bekommen sie daher eine Empfehlung für das Ablegen der mündlichen Fremdsprachenprüfung 10. Ziel soll es folglich sein, die teilnehmenden Schüler in besonderem Maße auf die Prüfungen vorzubereiten und durch ihre erfolgreiche Teilnahme auch für die Belegung des Grundkurses Französisch in der Jahrgangsstufe 11 zu motivieren.

Partnerschule

Unsere Partnerschule ist das Lycée de la Vallée du Cailly à Rouen. Es handelt sich also um ein Gymnasium mit den Jahrgangsstufen Seconde (entspricht der deutschen 10.Klasse), Première (entspricht der deutschen Jahrgangsstufe 11) und Terminale (Jahrgangsstufe 12). Insgesamt lernen dort etwa 1000 Schülerinnen und Schüler, die von etwa 85 Lehrkräften beschult werden. Das Besondere an dieser Schule ist die Lehrerin, die auf französischer Seite für den Austausch zuständig ist. Claudia Hermann (für alle ehemaligen Lehrkäfte und Absolventen vielleicht besser als Claudia Saß bekannt) hat selbst im Jahr 2003 ihr Abitur am Fontane- Gymnasium abgelegt und ist im Anschluss der Liebe wegen nach Frankreich gegangen, wo sie nun selbst Deutschlehrerin ist.

Betreuung

Vom Fontane-Gymnasium sind Frau Jarius und Frau Pfahl für die Planung, Organisation und Durchführung des Austauschs zuständig. Besonders hervorzuheben sind die einmaligen Fördermöglichkeiten den deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW), welches nicht nur finanzielle Unterstützung beim Transport ermöglicht, sondern auch verschiedenste Programme und Exkursionen anbietet, um Jugendliche beider Länder miteinander in Verbindung zu bringen.

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Sonntag (16.03.2025)
Nachdem wir gestern unsere Austauschpartner spät am Bahnhof in Empfang nehmen durften, startete der Tag mit einem späten Frühstück und im Anschluss ging es für mich, meine Austauschschülerin sowie 4 weitere Schülerinnen in den Sprung-Raum nach Marienfelde. Zwei  Stunden sprangen wir auf unterschiedlichsten Trampolinen und versuchten uns an einem Parcours. Wir hatten viel Spaß und waren am Ende vollkommen ausgepowert.
Danach gab’s im Café Pausenplätzchen eine Verschnaufpause mit Kaffee, Kakao und Kuchen. Nach unserem Fußmarsch nach Hause, haben wir eine Überraschungstorte für unsere Rallyepause am Montag vorbereitet. Während der Kuchen im Ofen war, spielten wir verschiedenste Spiele.
Zum Abschluss des Abends gab es Burger und wir hatten einen tollen ersten Austauschtag. (Lea Gloss, 10b)
Auch die Lehrerinnen kamen bei der Revue „Falling in Love“ im Friedichstadtpalast auf ihre Kosten. Bei einem anschließenden Essen wurde das Wochenprogramm finalisiert und das Vokabular in Französisch aufgefrischt.
Montag (17.03.2025)
Heute war der erste Tag, an dem wir als Gruppe gemeinsam den Tag verbrachten. Dazu sind wir mit einem kleinen Überraschungsfrühstück und der Eröffnung durch Frau Köhn und Frau Jarius ganz offiziell in den Austausch und auch in den Tag gestartet. Im Anschluss hatten die französischen Schüler die Möglichkeit, sich den Unterricht ihrer deutschen Gastschüler anzusehen. So besuchten unsere Gäste sowohl den Deutsch-, Sport-, Kunst-, Wirtschafts-, als auch Französischunterricht. Dabei sind die ein oder anderen Unterschiede zwischen den beiden Schulsystemen aufgefallen. 
Am Nachmittag haben wir dank der Französisch-AG von Frau Pfahl Rangsdorf erkunden können. Dazu haben wir in kleinen Gruppen mit der App ActionBound Aufgaben lösen und Orte suchen müssen. Nach einer kleinen Stärkung in Form eines Picknicks am See (mitsamt der Überraschungstorte von Lea), trafen wir den Bürgermeister Rangsdorfs, Klaus Rocher, im Rathaus zu einem kleinen Empfang. Wir bekamen einen detaillierten Überblick über Rangsdorf und seine Geschichte. Darüber hinaus duften wir uns die Räumlichkeiten des Rathauses genauer ansehen und profitierten von einer kleinen Ausstellung des Bücker-Geländes. (Naemi Quednau, 10b)
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Dienstag, 18.03.2025: Das geteilte Berlin, Kochen, Reichstag

Heute sind wir zunächst zur Bernauer Straße gefahren, wo wir uns eine interessante Führung zur Teilung Berlins und dem Grenzstreifen angehört haben. Im Anschluss spazierten wir zum Kochatelier Ratatouille, wo wir mit viel Freude und lustigen Fotos Käsespätzle zubereiteten. Das war nicht nur ein leckeres Erlebnis, sondern forderte auch unsere Geduld, da wir uns viele (un)spannende Informationen rund um stereotype Verhaltensweisen anhörten und dabei leider nur wenige die Möglichkeit hatten, das Essen selbst zuzubereiten.

Im Anschluss ging es weiter zum Brandenburger Tor, wo wir erst ein obligatorischen Tourifoto machten und dann eine Kuppelbegehung im Reichstag reserviert hatten. Ein Audioguide führte uns die Rampe der Kuppel hinauf und auch hinunter (wobei diese Information leider an den meisten vorbei ging). Zum Schluss hatten vor allem unsere lieben Austauschschüler die Gelegenheit, durch verschiedene Souvenirshops zu stöbern. Mit 10km Fußmarsch haben wir unser gestriges Pensum zwar unterboten, dennoch waren wir auch heute wieder fleißig. (Mark Rehbein, 10d)
Mittwoch (19.03.25)
Um 8:20 haben wir uns alle am Bahnhof Rangsdorf getroffen. Bereits dort herrschte eine ausgelassene Stimmung. Wir sind mit dem Zug nach Potsdam gefahren und haben uns bei sehr gutem Wetter das Schloss und den Park Sanssouci angeschaut. Alle haben die Natur und die ungestörte Atmosphäre genossen. Nach dem Schloss waren wir am Alten Markt und konnten kurz am Ufer des alten Flusses entspannen. Es war sehr schön etwas bei Peter Pane zu essen und zu trinken, um neue Energie zu gewinnen. Der darauffolgende Besuch beim Museum Barberini war ein kurzer aber dennoch spannender Eindruck in die französische Kunst. Danach sind wir mit der Bahn zurück nach Rangsdorf gefahren. Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein sehr schöner Tag in Potsdam war.
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Am Donnerstag
haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins erkundet. Unser Tag begann mit einer Bahnfahrt zur Friedrichstraße, wo wir spannende Vorträge zur Staatsoper, der Humboldt-Universität und dem Fernsehturm hörten. Anschließend genossen wir den atemberaubenden Ausblick von der Dachterrasse des Humboldt-Forums und bewunderten Berlin bei strahlendem Sonnenschein von oben.

Nach dieser eindrucksvollen Perspektive führte uns unsere Tour weiter zum Zoologischen Garten. Dort wurden wir von Richard Hussock empfangen, der uns durch die Technische Universität führte. In der Mensa stärkten wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen, bevor wir die beeindruckende Universität erkundeten.

Nach diesem erlebnisreichen Tag nutzten wir unsere Freizeit, um Souvenirs zu kaufen und die Stadt noch einmal in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen. Am Abend kehrten wir gemeinsam zur Schule zurück, wo wir den Abschluss unserer Reise feierten. In der Aula kamen Eltern, Lehrer und Schüler zusammen, um die Woche Revue passieren zu lassen und die schönen Erinnerungen gemeinsam zu teilen. Gemeinsam haben wir getanzt und viel gelacht. (Sarah Wagner, 10b)

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Freitag (21.03.2025)
Heute Morgen hieß es Abschied nehmen: Nach einer ereignisreichen Woche mit unseren französischen Austauschschülerinnen und -schülern stand der letzte gemeinsame Programmpunkt an. Wir trafen uns alle in der Mensa zu einem gemeinsamen Frühstück, bei dem noch einmal viel geplaudert und gelacht wurde. Doch schließlich war der Moment gekommen, sich zu verabschieden – nicht ohne einige Umarmungen und vielleicht sogar ein paar Tränen.
Fazit Schüleraustausch
Mäggie Scheer 10d
In meinen Augen war die Woche unglaublich schön und ist viel zu schnell vergangen. Wir hatten alle total viel Spaß. Es sind gemischte Freundschaftsgruppen aus französischen und deutschen Schülerinnen entstanden, was ich großartig finde. Alles war sehr gut organisiert sowohl für uns Schülerinnen als auch für die Lehrkräfte und das ist wirklich super! Ich hätte nie gedacht, dass wir uns alle so gut verstehen würden. Dieser Austausch war eine großartige Erfahrung und ich bin unglaublich dankbar dafür, dass er organisiert wurde. Ich hoffe, dass es in Zukunft weiter solche Angebote geben wird und wir uns alle wieder sehen. Dank all derjenigen, die dies ermöglicht haben, können wir uns im Mai in Frankreich treffen. Ich bin sicher, dass uns diese Erfahrung in Erinnerung bleiben wird. Ich bin froh und glücklich, diesen Austausch mit erlebt und viele neue Freunde gefunden zu haben.
Auch wenn der Abschied schwerfiel, freuen wir uns schon jetzt auf das Wiedersehen: Im Mai werden wir nach Frankreich reisen und unsere Austauschschülerinnen und -schüler dort besuchen!
(Paula Klostermann, Stella Baumann 10a)

Zeitzeugengespräch

Zeitzeugengespräch

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Am 07. März 2025 hatte der Geschichtskurs 12 von Frau Leppin die Möglichkeit, ein Zeitzeugengespräch zu führen. Dazu durften wir Bernd Richter in unserer Schule begrüßen. Das aktuelle Semesterthema im Geschichtsunterricht ist die doppelte deutsche Geschichte ab Ende des zweiten Weltkrieges, mit Schwerpunkt auf der DDR-Geschichte. Inbegriffen darin die Themen Krise und Opposition, Verlauf des Umbruchs sowie die Wiedervereinigung Deutschland 1989.

Als Zeitzeuge berichtete Bernd Richter von seinen persönlichen Erfahrungen aus seinem Jugendleben in der DDR. Bernd Richter war in der DDR ein vielversprechender Leistungssportler, Hammerwerfer, bis er einen Fluchtversuch unternahm. Dieser scheiterte jedoch und infolgedessen wurde er mit 17 Jahren von der Staatssicherheit inhaftiert. Nach einer schweren Zeit im Gefängnis erwartete er schließlich seine Entlassung. Doch auch nach dieser war er einer permanenten Überwachung durch die Staatssicherheit ausgesetzt.

Darüber hinaus wurde im Gespräch deutlich, dass Bernd Richter während seiner sportlichen Laufbahn – wie viele andere Athleten der DDR – Opfer systematischen Dopings wurde. Die daraus resultierenden gesundheitlichen Langzeitfolgen sind schwerwiegend, und er schilderte eindrücklich die Auswirkungen auf sein Leben. Durch den direkten Austausch konnten wir unser theoretisch erlerntes Wissen vertiefen. Alle Teilnehmenden des Kurses zeigten großes Interesse, stellten Fragen und trugen zu einem informativen und interessanten Gespräch bei.

Dieses Zeitzeugengespräch ermöglichte uns tiefgreifende Einblicke in seine persönlichen Erlebnisse und in die Funktionsweise des politischen Systems der DDR. Die Atmosphäre während des Gesprächs war von großem Respekt und Neugier geprägt, und wir schätzten es sehr, dass wir diese authentischen Eindrücke gewinnen durften.

Seminarkurse

Seminarkurse

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In den letzten zwei Wochen fanden die Präsentationen von zwei Seminarkursen statt. Das jeweilige Publikum war begeistert von den Fähigkeiten der jungen Abiturienten, die in zwei Jahren Arbeit gewachsen waren. Beide Kurse, der „SK Filmproduktion“ und der „SK Geschichte“ hatten sich komplexer Themen angenommen und diese mit Expertise und Akribie bearbeitet. Zum einen ging es um „Alltagsgewalt“ und die Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, diese zu vermeiden oder um Wege, damit umzugehen. Die jungen Historiker haben eine alternative Herangehensweise an Geschichte zelebriert: „Kontrafaktische Geschichtsschreibung“. Man simuliert unter Beachtung historischer Gegebenheiten, wie „Kleinigkeiten“ komplexte Abläufe verändern können und zielt auf deren Beachtung in der Gegenwart ab.
Wir haben – also die, die sich die Zeit genommen hatten – zwei Highlights pädagogischer Methodik erlebt, wenn das starre Korsett des Regelunterrichts außer Kraft ist – einen visioären Blick in die Zukunft schulischer Herangehensweise – weg vom „Eintrichtern“ und Auswendiglernen – hin zu Projekten und zu kreativer wissenschaftsbasierter Lernweise.

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Spanisch lesen

Spanisch lesen

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Vorlesewettbewerb Spanisch

Beim diesjährigen Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs „Leo, leo ¿qué lees?“ traten Marie Louise Apel, Magdalena Kaiser, Leonard Buzási, Mika Geffers und Torben Mayer aus der 7a sowie Emily Idczak, Lara Ringpfeil, Bosse Pioch und Frederik Tredup aus der 7b gegeneinander an. Sie lasen einen Text aus dem Lehrbuch ¡Vamos! ¡Adelante! vor. Bei der Bewertung der Aussprache, Intonation und des Textvortrags wurde Frau Wendt dieses Mal von Frau Larios (als Vertretung für Frau Schilling) unterstützt. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war die spanischsprachige Moderation von Lillian Kitschun, Mia Skladnikiewicz, Josephin Polte und Emma Stenzel aus Jahrgang 9. Zahlreiche Mitschüler, Lehrer und Eltern sorgten für tatkräftige Unterstützung der Teilnehmer und konnten bei einem leckeren Stück Kuchen und Klängen von Musik einen Moment in die spanische Kultur eintauchen. Ein großer Dank geht an alle, die dazu beigetragen haben, den Wettbewerb zu einem wunderbaren Ereignis zu machen! Insbesondere der Gewinner Frederik aus der 7b sowie der Zweitplatzierte Torben aus der 7a dürfen sich freuen, denn für sie geht es in die nächste Runde. Und für alle anderen heißt es: ¡Nos vemos el año que viene!

Fachbereich Spanisch

Das SNOWEX-Prinzip

Das SNOWEX-Prinzip

Das SNOWEX-Prinzip ist eine pädagogische Idee, die aus dem Fachbereich Sport / Wintersport auf andere Fächer und Lernumgebungen übertragen werden kann.

Hauptfokus der Idee liegt darauf, den Mangel an Lehrkräften aufzufangen und die individuelle Betreuung von Lernenden durch sogenannte Schülerlehrkräfte zu organisieren. Dazu bedarf es einer längeren Vorbereitung der entsprechenden SuS durch die Expertise der Lehrkräfte und einiger Rahmenbedingungen, bei den nach zwei Jahrzehnten Experimentierphase bewiesen ist, dass die SuS erfolgreicher und nachhaltiger lernen und die sozialen Interaktionen ein leistungsfördernden Charakter annehmen. 

Will man das SNOWEX-Prinzip zusammenfassen, stehen 3 pädagogische Pfeiler im Vordergrund:

  1. Fokussierung: die SuS müssen nicht alle 90 min umdenken, sie lernen im einem Projekt und können sich konzentrieren – das verbessert das Ergebnis deutlich. Das bedeutet, dass der stündliche oder blockweise Wechsel der Unterrichtsfächer wegfallen muss und das einzige Thema der Woche in den Mittelpunkt rückt. Die Konzentration steigt – der Erfolgt steigt mit.
  2. Motivation: Die Idee, dass SuS voneinander lernen und die Lehrkräfte als fachliche Berater fungieren, dass vielleicht ein Achtklässler einer Zehnklässlerin Unterricht erteilt, das sie über ihre Jahrgangsstufe hinaus sozial interagieren, ist ein ungeheuerer Schub, sich Mühe zu geben. Das beutetet, dass die Lehrkräfte sich bis auf die Vorbereitung der projektleitenden SuS zurücknehmen und in die Rolle der Lernbegleiter schlüpfen, korrigieren oder nachsteuern, die Arbeit mit den Lernenden aber den Schülerlehrkräften überlassen. Dazu muss man das Lernen in Jahrgangsstufen zeitweise auflösen.
  3. Nachhaltigkeit: Wir haben sie nicht entdeckt, aber wir nutzen Erkenntnis aus, dass sich manifestiert, was du anderen erklären und vormachen musst – sowas geht nicht mehr verloren und es ist ein Unterschied zum Bullimie-Lernen. 

Während beim Szenario des Unterrichts auf einer Lehrkraft pro 25-30 oder selbst bei unter 10 Lernenden individuelles Feedback und Anleitung kaum möglich ist – kann bei einem Schlüssel 1:1 oder 1:2 selbst durch eine Schülerlehrkraft ein besseres Ergebnis erzielt werden als beim herkömmlichen Schlüssel. Rückmeldungen über den Lernerfolg folgen auf der Stelle und Korrekturen sind immer individuelle und nicht pauschal. Das fördert die soziale Bindung zwischen den Lernpartnern über die Jahrgangsstufe / Klasse hinaus und fördert ein angenehmes Schulklima.

Die Ausbildung der Schülerlehrkräfte ist ein nachhaltiger Kraftakt, aber mit großem Mehrwert – sowohl für diese unterrichtenden SuS als auch für die unterrichteten SuS. 

Wenn man den Mut und das Vertrauen hat, Unterrichtsinhalte abzugeben, fördern wir die sozialen, kommunikativen und fachlichen Kompetenzen aller am Lernprozess Beteiligten. 

Mut, bestehende Lernformen durch andere zu ersetzen, das Überwinden bürokratischer Hürden und die Phantasie und das Vertrauen der Verantwortlichen gehören dazu, eine solche Idee anwenden zu können.

Kay Wünsche / Marcel Runge

Musical: Zukunftspreis 2025

Musical: Zukunftspreis 2025

Bild Zukunftspreis

And the Zukunftspreis 2024 goes to…

… Fontane-Gymnasium Rangsdorf!

Unser Musical-Projekt wurde am 13.2.2025 auf der didacta mit dem Zukunftspreis 2024 der Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen ausgezeichnet. In der Laudatio wurde insbesondere die herausragende Arbeit hinsichtlich der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler herausgestellt. Auch der vielschichtige Mentoring-Ansatz zwischen allen beteiligten Personen wusste die Jury um Prof. Dr. Dorit Bosse vom erfolgreichen Musical-Konzept zu überzeugen. Ein besonderer Dank geht an die beteiligten Partner, die Jahr für Jahr gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie den Lehrkräften großartige Musicalaufführungen auf die Beine stellen.

Die Laudatio

 Zukunftspreis der Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen 

Laudatio für den 2. Platz in der Kategorie Lehrkräfte 

für das Projekt 

„Seminarkurs Musical zur Berufs- und Studienorientierung“ am 

Fontane-Gymnasiums Rangsdorf 

Das Fontane-Gymnasium Rangsdorf hat den 2. Preis der Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen 2024 für das Projekt „Seminarfach Musical zur Berufs- und Studienorientierung“ gewonnen. Es ist ein bemerkenswertes Projekt, mit dem die Schule eine eindrucksvolle Form gefunden hat, Oberstufenschülerinnen und -schüler in der Qualifikationsphase bei ihrer Entscheidung für eine Berufsausbildung oder auf dem Weg zu ihrem Studien-fachwunsch zu unterstützen. 

Das Format „Seminarkurs“ ist ein Spezifikum der Oberstufe, das es bundesweit in zahlreichen Bundesländern auch unter der Bezeichnung „Seminarfach“ oder „Projektseminar“ gibt. Es ist je nach Bundesland fakultativ oder verpflichtend zu belegen und bietet einen Freiraum für besondere Lehr- und Lernformen mit dem Anspruch des vertiefenden Arbeitens. Der Seminarkurs dient der Berufs- und Studienorientierung und ermöglicht fächerübergreifendes Lernen, das zumeist kooperativ und projektorientiert angelegt ist. Das besondere Lernformat erstreckt sich über ein bis zwei Jahre und ist auf ein Produkt ausgerichtet. Beim Fontane-Gymnasium Rangsdorf ist dies ein Musical, das seit 2012/13 jedes Jahr mit Oberstufenschülerinnen und -schülern zusammen mit der Schulband und in Ko-operation mit Unternehmen der Veranstaltungsbranche entsteht und zur Aufführung gebracht wird. 

Die Schule hat seit über zehn Jahren eine hohe Expertise für die Gestal-tung des Seminarkurses entwickelt. Es gibt einen klar strukturierten äußeren Rahmen, innerhalb dessen die Schülerinnen und Schüler frei agieren können. Das Musical-Konzept ist im Schulcurriculum verankert mit einem fixen Zeitplan, der am Freitag der ersten Schulwoche nach den Sommerferien beginnt. Dann stellt die Schülerschaft der Jahrgangsstufe 12 dem 11. Jahrgang, der Schulband aus der Mittel- und Oberstufe sowie den Partner-unternehmen aus der Wirtschaft ihre Planungen für das nächste Musical vor. Die Aufführung findet im Januar statt, bevor im folgenden Halbjahr ausgewertet wird und bereits die Vorbereitungen für das nächste Musical beginnen. Bemerkenswert ist auch der vielschichtige Mentoring-Ansatz. Die Lehrpersonen sind überwiegend beratend und begleitend tätig, die 2 

Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs übernehmen die Mentoren-rolle für den 11. Jahrgang und Profis aus der Veranstaltungsbranche geben im Seminarkurs Einblicke in die Berufspraxis und unterstützen bei der organisatorisch-technischen Umsetzung. 

Dank der am Projekt beteiligten Firmen aus der Werbe- und Eventbranche erhalten die Oberstufenschülerinnen und -schüler Einblicke in vielfältige Ausbildungsberufe. Zugleich bietet die intensive Mitarbeit am Musical die Möglichkeit, Interesse an zahlreichen Studiengängen zu wecken, z. B. für Musik-, Kultur- oder Theaterwissenschaft, Musical/Show sowie Kultur- oder Eventmanagement. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler wertvolle überfachliche Kompetenzen wie Problemlösefähigkeit, Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit ausbauen. Dies alles kann dabei helfen, die eigenen Stärken zu erkennen und Leidenschaft für einen wis-senschaftlichen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich zu entwickeln. 

Dem Gymnasium ist es gelungen, ein überzeugendes Seminarkurs- Format zu entwickeln, durch das der klassische Oberstufenfachunterricht gesprengt wird und viel Freiraum für eigenverantwortliches und selbstgesteuertes Lernen entsteht. Wir wünschen der Schule weiterhin viel Erfolg bei der Ausgestaltung des Seminarkurses „Musical“ zur Berufs- und Studi-enorientierung ihrer Oberstufenschülerinnen und -schüler. Durch die Prämierung mit dem 2. Platz des Zukunftspreises der Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen wollen wir das Fontane-Gymnasium Rangsdorf dabei unterstützen. 

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