Auschwitz: Gegen das Vergessen

20. Sep. 2026 | Allgemein

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Wir, die Jahrgangsstufe 12, hatten im Rahmen der Fahrtenwoche die Chance, nach Krakau zu fahren. Der Besuch des Konzentrationslager visualisiert, den im Geschichtsunterricht thematisierten Holocaust. Da die Sensibilisierung für dieses Thema wichtiger denn je ist, empfinden wir diese Fahrt als notwendig und bedanken uns bei unseren Lehrkräften für diese Erfahrung.

Der Fokus der Reise lag auf dem Besuch im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Als wir am Dienstag dort hinfuhren, konnten wir bereits erahnen, was uns später erwarten würde. Wir fuhren an hohen Mauern, Zäunen mit Stacheldraht und Wachtürmen, umringt von Scheinwerfern, vorbei. Mit einem bereits mulmigen Gefühl stiegen wir schließlich aus dem Bus, bekamen einen Tourguide und starteten unsere zweistündige Führung durch das Areal des Stammlagers.

Wir hatten dann die Möglichkeit, bei unserer Tour fünf Blöcke mit verschiedenen Ausstellungen zu besichtigen. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Blöcke, in denen die Schuhe der Opfer und die abgeschnittenen Haare lagen, sowie der Ausstellungsgang, indem nur ein Bruchteil der Millionen Opfer des KZ Auschwitz, sowohl bildlich, als auch namentlich gezeigt wurden. Nicht nur die Menge an Opfern ließ uns erschaudern, sondern auch die Geburts- und Sterbedaten. Viele der Opfer waren in unserem Alter oder knapp darüber und verloren bereits in diesem jungen Alter ihr Leben an diesem schrecklichen Ort.

Am Ende der Führung in Auschwitz, kamen wir zum dem Ort, den keiner mehr lebend verlassen sollte. Die Gaskammer wirkte auf uns beängstigend und es kostete viel Überwindung sie zu betreten. Viele von uns beschrieben im Nachhinein, dass man selbst nach 81 Jahren immer noch das Leid der Opfer spüren konnte.

Der zweite Teil der Führung war in Auschwitz II, auch Birkenau genannt. Dieser Ort wurde von den Gefangenen selbst erbaut, um dort im Anschluss unter grausamen Bedingungen zu leben. Die Fläche betrug 140 bis 175 Hektar, dies entspricht ungefähr einer Größe von 230 Fußballfeldern. Dieses Gelände war umzäunt von einem circa 16 Kilometer langen, elektrifizierten Stacheldrahtzaun.

Von den sechs Gaskammern, die einst in Birkenau existierten, kann man sich heute keine mehr anschauen, da alle zerstört worden sind. Die Baracken, in denen die Menschen unter schlimmsten Umständen untergebracht wurden, waren kalt, feucht, dreckig und eng. Teils schliefen bis zu 800 Menschen in einer Baracke, verteilt auf Pritschen mit drei Etagen; zu fünft lagen sie dort auf engstem Raum.

Diese letzten Eindrücke von diesem schrecklichen Ort ließen uns auch noch einen Tag später auf der Fahrt nach Hause erschaudern.

Diese Reise, wird immer als „schöne“ und zugleich aufweckende Erfahrung in Erinnerung bleiben.

Lilly Tenner

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